Oper · 1996
Eugen Onegin
P.I. Tschaikowsky
Landestheater Linz
Frühe Tschaikowsky-Inszenierung am Landestheater Linz.
Team
- Inszenierung
- Jasmin Solfaghari
Konzept & Wirkung
„Eugen Onegin“ am Landestheater Linz gehört zu den frühen Opernarbeiten Jasmin Solfagharis. Tschaikowskys Puschkin-Oper ist ein Stück über verpasste Gegenwart: über eine junge Frau, die zu früh zu viel wagt, und einen Mann, der erst dann empfindet, wenn die Möglichkeit unwiederbringlich vorbei ist.
Intimität statt Effekt
Onegin verlangt eine Regie, die große gesellschaftliche Formen und kleinste seelische Bewegungen zugleich ernst nimmt. Briefszene, Ball, Duell und Schlussbegegnung sind keine bloßen Stationen, sondern Veränderungen im inneren Klima der Figuren.
Tatjanas Blick
Im Zentrum steht Tatjanas Weg von der Projektion zur Selbstbehauptung. Eine tragfähige Inszenierung muss ihre erste Offenheit genauso schützen wie ihre spätere Grenze. Gerade darin liegt die moderne Schärfe des Werks.
Wiederkehrendes Repertoire
Dass Solfaghari „Eugen Onegin“ später in ihrem „Crashkurs Oper“ unter den verzweifelt Liebenden behandelt, zeigt eine fortgesetzte Beschäftigung mit dem Werktypus: Oper als Raum, in dem Liebesentscheidung, Erinnerung und gesellschaftliche Form aufeinanderprallen.
Presse
Weitere Beiträge
OPERA
Archiviert „Eugen Onegin“ als Inszenierung am Landestheater Linz 1996 im Werkverzeichnis der Opernproduktionen.
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Solfagharis späterer „Crashkurs Oper“ führt „Eugen Onegin“ unter den verzweifelt Liebenden; die frühe Inszenierung steht damit auch biografisch in einer wiederkehrenden Werkbeschäftigung.
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