Zeitgenössische Oper · 2005
The Bassarids
Hans Werner Henze
Oper Köln
Kölner Henze-Produktion mit Markus Stenz und Ausstattung von Alexander Mudlagk.
Bilder zur Inszenierung The Bassarids
Team
- Musikalische Leitung
- Markus Stenz
- Inszenierung
- Jasmin Solfaghari
- Ausstattung
- Alexander Mudlagk
Konzept & Wirkung
Henzes „The Bassarids“ kam 2005 an der Oper Köln in einer Produktion von Jasmin Solfaghari heraus. Der antike Dionysos-Mythos wird dabei nicht als fernes Ritual gezeigt, sondern als politisch und körperlich greifbare Eskalation: Ordnung, Rausch, Fanatismus und Katastrophe prallen aufeinander.
Mythos als Gegenwart
Die Inszenierung verzichtet auf musealen Antikenabstand. Pentheus' Herrschaftslogik und Dionysos' Verführungskraft erscheinen als gegensätzliche Systeme, die beide auf Entgrenzung zulaufen. Dadurch wird der Mythos sinnlich und gesellschaftlich lesbar.
Chor und Masse
Die Pressestimmen heben besonders die Personen- und Chorführung hervor. In einem Werk, das zwischen individueller Verblendung und kollektiver Bewegung oszilliert, wird die Masse zum eigentlichen dramatischen Akteur.
Kölner Bekenntnis zu Henze
Mit Markus Stenz am Pult stand die Produktion in einem starken Kölner Musiktheaterkontext. Die Resonanz beschreibt einen Abend, der Henze nachdrücklich verteidigt: als modernes Musikdrama, das Wucht, Bildkraft und kritische Gegenwart verbindet.
Presse & Kritiken
Verzweifelter Kampf gegen göttlichen Verführer
„Verzicht auf tiefenpsychologischen Ballast zugunsten einer sinnlich greifbaren Erzählung.“
The Bassarids
„Die Inszenierung Jasmin Solfagharis lebt von vielen Einfällen.“
The Bassarids
„... ästhetisch und realistisch zugleich.“
Weitere Beiträge
Gedämpfter Exzess
Frieder Reininghaus bespricht Henzes „Bassarids“ an der Oper Köln mit Jasmin Solfaghari und Markus Stenz.
Beitrag öffnenTHE BASSARIDS
Archiviert die Kölner Produktion mit musikalischer Leitung Markus Stenz, Ausstattung Alexander Mudlagk und drei Pressestimmen aus Aachener Zeitung, Opernwelt und Opernglas.
Beitrag öffnen